Who’s Eating the Chinese Mitten Crab, 2018

 

Chinese wolhandkrabDas Projekt Who's Eating the Chinese Mitten Crab des Brüsseler Architekten- und Designkollektivs Rotor besteht aus 2 Teilen. Bei der Triennale von Brügge präsentiert Rotor die Untersuchung über die chinesische Wollhandkrabbe (What’s Eating the Chinese Mitten Crab), während in ihrem Pop-Up Restaurant am Stand von Zeebrügge jeden Monat Gerichte mit invasiven Exoten, wie auch die chinesische Wollhandkrabbe, probiert werden können.

Ein invasiver Exot ist eine nicht heimische Tier- oder Pflanzenart, die meistens aufgrund der menschlichen Aktivitäten in Ökosystemen landet, in die sie nicht gehört. Sie gedeiht dort sehr gut und fügt den einheimischen Sorten einen großen Schaden zu. Larven der chinesischen Wollhandkrabbe wurden zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts mit Ballastwasser von Frachtschiffen von China nach Hamburg gebracht. Heute hat diese Süßwasserkrabbe sich auf die gesamten Wasserwege in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Belgien verbreitet. Die Krabbe ist sogar in den Brügger Kanälen zu finden. Da sie eine mögliche Bedrohung für die lokale Biovielfalt darstellt, bekämpft die flämische Regierung die chinesische Wollhandkrabbe. Die Bekämpfung ist vor allem gedacht, um zu hohe Vorkommen zu vermeiden. Fachleute haben die Hoffnung schon aufgegeben, diese Art bei uns auszurotten. Rotor entwickelte ein Projekt, in dem die Krabbe nicht als unerwünschter Eindringling verteufelt wird, sondern untersucht, wie wir diesen Exoten annehmen und ihm einen Platz in unserer Gesellschaft geben können. Die Möglichkeit, die Krabbe, eine Delikatesse in China, in unsere Nahrungskette aufzunehmen, wird dabei ernsthaft in Erwägung gezogen, aber auch kritisch betrachtet.

 

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Rotor

gegründet in 2005 in Brüssel, BERotor
Rotor ist ein Architektur- und Designkollektiv, das im Jahr 2005 in Brüssel gegründet wurde. Rotor nahm in der jüngsten Vergangenheit teil an den Gruppen-Ausstellungen Manufactuur 3.0, Z33, Hasselt (2016), Constellation.s, Arc en Rêve, CAPC Bordeaux, Frankreich (2016), Ex Limbo, Fondazione Prada, Mailand, Italien (2011) und OMA/Progress, Barbican Art Gallery, London, Vereinigtes Königreich (2011). Rotor war Kurator der Oslo Architektur Triennale Behind The Green Door, Norwegen im Jahr 2013 und vertrat Belgien auf der Biennale für Architektur in Venedig, Italien, im Jahr 2010.

 

Wo?

URB SEA, Strandzone auf Höhe von Zeedijk 25, Zeebrugge
Geöffnet: täglich von 12 bis 18 Uhr am Standort des URB SEA. Bei schönem Wetter ist es länger geöffnet.

  • Haltestelle der Küstenstraßenbahn: Zeebrugge Strand
  • Radknotenpunkt: 33 
  • Wanderknotenpunkt: 36

 

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die karte im Webshop, oder kommen Sie in ein Infobüro des Fremdenverkehrsamt der Küste, wo Sie die Karte erhalten.